Tipps gegen Erkältung

Jeder kennt es: Die Nase läuft oder ist völlig verstopft, im Hals kratzt es und der ganze Körper fühlt sich an wie nach einer mehrstündigen Wandertour, obwohl man sich kaum bewegt hat – eine Erkältung hat einen erwischt und lässt jede einfache Tätigkeit äußerst mühevoll werden. Dem Körper die Ruhe zu gönnen, die er braucht und ruhig einmal Zuhause zu bleiben, ist ein guter erster Schritt, damit es nicht noch schlimmer wird. Rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke verschaffen oft nur wenig Minderung der Beschwerden und kommen dafür mit seitenlangen Risiken und Nebenwirkungen daher. Um eine möglichst flotte Besserung der Kopf- und Gliederschmerzen zu erlangen und auch die Nase endlich wieder frei zu bekommen, um durchatmen zu können, gibt es einige Hausmittel, die wirklich etwas bewirken. Ganz oben auf der Liste der natürlichen Hilfsmittel fürs Immunsystem steht Vitamin C – als wahrer Immunbooster unterstützt es den Körper im Kampf gegen die Viren und lässt dich wieder richtig werden. Und das auf ganz natürliche Weise. Warum das Vitamin so gut hilft und, welche Tipps gegen Erkältung es noch in sich haben, erfährst du hier.

Was genau ist eine Erkältung?

Erkältungen werden auch als grippale Infekte bezeichnet und sind eine meist harmlose Infektion der oberen Atemwege. Besonders häufig tritt eine Erkältung in der kalten Jahreszeit auf. Zu den häufigsten Beschwerden infolge einer Erkältung gehören Husten, Schnupfen, Heiserkeit sowie Kopf- und Halsschmerzen. Auch Müdigkeit und Abgeschlagenheit treten oft auf. Der jeweilige Verlauf ist dabei sehr individuell. Ohne weitere Komplikationen klingen die Beschwerden im Normalfall nach etwa drei bis sieben Tagen ab. Bis zu vier Infekte pro Jahr sind für Erwachsene normal, Kinder erkranken noch häufiger. Wird die Erkältung nicht auskuriert, kann es zu Folgeerkrankungen kommen, die dann medikamentös behandelt und ärztlich betreut werden müssen.

 

Der Unterschied zwischen einer Erkältung und
der Grippe

Aufgrund der ähnlichen Symptome ist die Abgrenzung zwischen einem grippalen Infekt (Erkältung) und einer richtigen Grippe (Influenza) nicht immer einfach. Dennoch gibt es Unterschiede. So treten bei Grippe die Symptome meist schlagartig auf, wohingegen sie sich bei einer Erkältung langsamer anbahnen. Auch starke Kopf- und Gliederschmerzen, vor allem aber Fieber, weisen auf eine echte Grippe hin. In dem Fall sollte unbedingt ein Arzt zurate gezogen werden. 

Ursachen

Nicht selten wird Erkältung mit einer Unterkühlung gleichgesetzt. Hat man etwas gefroren, weil man nicht passend zum Wetter angezogen war oder hat sogar nasskalte Füße bekommen, spricht man schnell von Erkältung im Sinne von „Verkühlung“. Dabei sind Viren (wie Rhino-, Parainfluenza-, Adeno-, Coxsackie- und RS-Viren) der eigentliche Auslöser, die den durch die Verkühlung, Stress oder Schlafmangel geschwächten Organismus wirklich krank machen. Sie können über Tröpfchen, die etwa beim Niesen oder Husten in die Luft freigesetzt wurden, eingeatmet werden. Doch auch an Türgriffen, Treppengeländer, Fahrstuhlknöpfen und weiteren von vielen Menschen benutzten Gegenständen können sie lauern. Bei Berührung werden sie schließlich unbemerkt auf die Schleimhäute von Mund, Auge oder Nase übertragen. 

Die besten Tipps gegen Erkältung

Trotz aller Vorsicht führt kein Weg an gelegentlichen Erkältungen vorbei. Natürliche Mittel gegen Erkältung helfen dir dann schnell und vor allem schonend wieder fit zu werden. Was du tun kannst, um deinen Organismus zu unterstützen, erfährst du in unseren Tipps gegen Erkältungen.

Vitamin C-Zufuhr erhöhen

Eine gesunde Ernährung kann so manche Infektion verhindern, aber auch helfen, schneller wieder gesund zu werden.

Viele Vitamine kann man am besten mit Obst und Gemüse aufnehmen, weshalb Orangen und Co.unbedingt auf den Speiseplan von Erkälteten gehören. Vitamin C ist dabei das wichtigste der Vitamine, um schnell wieder fit zu werden. Neben den beliebten Orangen enthalten auch Kiwis und Zitronen sehr viel davon. Doch auch Gemüsesorten wie Brokkoli und Paprika sind gute natürliche Vitamin-C-Lieferanten. Eine kräftige Gemüsebrühe mit Zwiebeln oder Tee aus frischem Ingwer bieten sich besonders in der kalten Jahreszeit ebenfalls an und sind erfolgreich getestete Tipps gegen Erkältung. Besonders Ingwer, denn er enthält neben dem Vitamin C auch ätherische Öle und Mikronährstoffe wie Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium. Zwiebel wirkt entzündungshemmend, desinfizierend und schleimlösend.

 

Schongang einlegen

Oft ist es mitunter Alltagsstress, der hinter so mancher Erkältung steckt. Die Schlappheit zeigt deutlich: Der Körper sehnt sich nach Ruhe. Gönne ihm diese und schone dich etwas, wenn möglich. Hat es dich besonders heftig erwischt, ist Bettruhe das Richtige. Geht es dir nach einigen Tagen besser, können Spaziergänge an der frischen Luft deinen Genesungsprozess durchaus unterstützen: Durchgehendes Liegen muss also nicht sein. Auf Sport solltest du in der Zeit dagegen verzichten. Nutze dabei die Zeit, um in dich reinzuhören. Krankheiten sind oft Signale des Körpers, die zeigen, dass etwas nicht richtig läuft. 

Viel trinken

Die Flüssigkeitszufuhr gehört zu den häufigsten Tipps gegen Erkältung: aus gutem Grund. Sind die Schleimhäute der Atemwege befeuchtet, werden die Beschwerden gelindert: So kann zum Beispiel der Husten besser gelöst werden. Auch hilft das regelmäßige Trinken dem Körper, Viren effektiv zu bekämpfen, das Stoffwechsel- und das Abwehrsystem zu aktivieren. Erkältungsmischungen wie Minze, Salbei und Eukalyptus tun besonders gut. Auch Vitamin C unterstützt das Immunsystem. Damit ist heiße Zitrone ein gutes Hausmittel gegen Erkältung. Noch mehr Vitamin-C-Gehalt weist das Camu-Camu-Pulver auf, das einfach im Wasser aufgelöst werden kann. Auch Milch mit Honig tut den gereizten Schleimhäuten gut.

Inhalieren

Inhalationen helfen dir, Husten effektiv zu lindern. Ätherische Öle wie Pfefferminze oder Eukalyptus befeuchten die Atemwege und stoppen den Hustenreiz. Für kleine Kinder oder Erwachsene mit empfindlichen Atemwegen kann ein Kamille-Dampfbad oder eine Inhalation mit einer Salzwasserlösung mittels Düsenvernebler sinnvoll sein. Generell solltest du während einer Erkältung die Luftfeuchtigkeit bei dir zu Hause leicht erhöhen. Dazu kannst du sowohl Luftbefeuchter nutzen als auch feuchte Tücher oder eine Schale Wasser über die Heizung hängen. Das hilft zusätzlich, die Schleimhäute zu befeuchten, die durch die Heizungsluft schnell austrocknen. 

Nase spülen

 

Ist die Nase verstopft und fällt das Atmen schwer, macht nichts mehr Freude. Um dem entgegenzuwirken helfen Spülungen mit einer Kochsalzlösung. Sie befreien die Nase und spülen Krankheitserreger wie Viren und Bakterien einfach raus. Auch wenn du Nasentropfen verwendest und so besser atmen kannst: Möchtest du die Erkältung schnell loswerden, versuche die Nasenspülungen dennoch durchzuführen. Von abschwellenden Nasensprays ist eher abzuraten, denn diese können süchtig machen, sodass du dauerhaft, also auch nach der Erkältung noch, ständig eine zugeschwollene Nasenschleimhaut hast – definitiv kein guter Tipp gegen Erkältung.

Gurgeln hilft dabei, den Hals zu desinfizieren und Halsschmerzen zu lindern. Dabei müssen es nicht immer Medikamente aus der Apotheke sein. Kamillentee gilt als natürliches Mittel gegen Erkältung. Wenn du damit gurgelst, unterstützt du die Heilung der entzündeten Stellen. Eine antibakterielle und abschwellende Wirkung hat auch Salzwasser. Beim Gurgeln wirkt es entzündungshemmend und desinfizierend. Vermische dafür einen Teelöffel Salz mit lauwarmem Wasser. 

 

Gurgeln

Mit Wärme behandeln

Wärme tut bei Erkältung gut. Bei ersten Erkältungsbeschwerden wie Frösteln kann ein Erkältungsbad sinnvoll sein. Es regt die Durchblutung an und entspannt den Körper. Ätherische Öle wie Eukalyptus, Salbei oder Thymian helfen zusätzlich, die gereizten Schleimhäute zu befeuchten, zu desinfizieren und abschwellen zu lassen. Bei Fieber oder Herz-Kreislauf-Beschwerden solltest du das Bad hingegen lieber ausfallen lassen. Bei lokalen Entzündungen wie zum Beispiel einer Nasennebenhöhlenentzündung kann das Licht einer Rotlichtlampe sehr wohltuend sein. Auch sie entspannt die Muskeln, löst den Schleim und hilft, Viren und Bakterien durch die erweiterten Blutgefäße abzutransportieren. Jedoch sollte die Lampe nicht länger als 20 Minuten verwendet werden. Achte zudem auf genügend Abstand und schütze unbedingt die Augen vor der Strahlung. 

Fazit:

Bei einer Erkältung gibt es viele sogenannte Hausmittel, die tatsächlich helfen. Für neue Energie und eine schnelle Besserung ist Vitamin C besonders hilfreich. Wenn du viel Obst und Gemüse isst, tust du deinem Körper etwas Gutes. Viel Ruhe solltest du dir auch auf jeden Fall gönnen, bis es dir wieder geht. Dann ist es meistens nicht nötig, Medikamente einzunehmen. Inhalationen, Nasenspülungen, Gurgeln und Wärme sind weitere Tipps gegen Erkältung und unterstützen zusätzlich den Genesungsprozess. 

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